Die Kopfgelenktherapie nach Robert Emmanuel Picard beruht auf der Tatsache, daß der asymmetrischer Verlauf eines Muskels am seitlichen Hals (Musculus digastricus) zu einer Verstärkung der Atlasfehlstellung führt. Diese Asymmetrie scheint - ähnlich wie die Atlasfehlstellung - bei den meisten Menschen bei Geburt schon vorhanden zu sein.
Dieser Muskel verläuft links vom Warzenfortsatz, dem Knochen hinter dem Ohr, hinter dem Querfortsatz des ersten Halswirbels (=Atlas) über das Zungenbein zum Unterkiefer. Er ist wesentlich am Schluckakt beteiligt sowie an der Öffnung des Kiefers. Auf der rechten Seite verläuft der Muskel korrekt.
Über die Ursache dieser Asymmetrie läßt sich - genau wie bei der Atlasfehlstellung - nur spekulieren. In der Praxis können beide Fehlstellungen zu erheblichen Problemen führen ( siehe Beiteg Energetische Wirbelsäulenaufrichtung), so daß die Indikationen sehr ähnlich sind, letztlich ergänzen sich beide Therapieformen ideal, wobei immer zuerst das Atlasbalancing durchgeführt werden sollte.
Durch eine einfache manuelle Korrektur wird der zweibäuchige Muskel (=Musculus digastricus) in seine korrekte Lage gebracht. In der Regel muß eine einmal erfolgte erfolgreiche Korrektur nicht wiederholt werden.
Für genauere anatomische Détails verweise ich auf die Website von Robert Picard www.kopfgelenktherapie.de
Ich biete die Kopfgelenktherapie als ideale Ergänzung immer zusammen mit der Energetischen Wirbelsäulenaufrichtung an.
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Homöopathische Praxis Dr. med. Christoph Heim Vor dem Kreuzberg 18 72070 Tübingen |
Die Praxis bestand seit 1996 in Altensteig, im Sommer 2012 sind wir nach Tübingen umgezogen.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der homöopathischen Behandlung, insbesondere von chronischen Krankheiten.
Selbstverständlich biete ich auch die üblichen Leistungen der Allgemeinmedizin, etwa Vorsorgen bei Kindern und Erwachsenen einschließlich Hautkrebs-Screening, Hausbesuche im Notfall und Blutentnahmen.
Ernährungsberatung und ein breites Spektrum naturheilkundlicher Therapie runden das Angebot ab.
Ich bin für alle gesetzlichen Kassen zugelassen, zur Kostenübernahme der homöopathischen Behandlung siehe unter Kosten.
Eine homöopathische Behandlung kann bei allen akuten und chronischen Krankheiten als alleinige Therapie oder begleitend eingesetzt werden.
Akute Krankheiten, vor allem auch bei Kindern, eignen sich hervorragend für die Homöopathie, beispielsweise Infekte, Bronchitis, Lungenentzündung, Angina, Kinderkrankheiten, Schmerzen des Bewegungsapparates etc.
Bei schweren akuten Krankheiten (z.B. Lungenentzündung) steht meistens ein chronisches Geschehen im Hintergrund, bei Kindern in der Regel auch eine erbliche Belastung (siehe Beitrag Miasmatische Homöopathie).
Die Heilung chronischer Krankheiten bedarf Erfahrung und Geduld. In aller Regel werden diese ja auch durch die sogenannte Arzneikrankheit kompliziert, das heißt, die körpereigenen Regelkreise sind durch unterdrückende Maßnahmen (z.B. Cortison, Antibiotika, Chemotherapie etc.) blockiert.
Da letztlich alle chronischen Krankheiten der homöopathischen Behandlung zugänglich sind, seien im Folgenden nur einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit genannt:
- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis, Akne)
- Allergien und Urticaria
- Erkrankung der Atemwege (Infektanfälligkeit, Asthma, chron. Sinusitis)
- Erkrankung des Bewegungsapparates (Ischialgien, Rheuma, Fibromyalgie)
- Erkrankung des Nervensystems ( Multiple Sklerose, Restless-Legs)
- Psychische Erkrankungen (Depression, Konzentrationsstörungen bei Kindern)
- Migräne und Kopfschmerzen
- Gynäkologische Erkrankungen (PMS, Dysmenorrhoe, Beschwerden der Wechseljahre, Ausfluss, Stillprobleme, Schwangerschaft und Geburtsbegleitung)
- Stoffwechsel- und Verdauungsstörung (Reizdarm, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Krebserkrankungen (in der Regel begleitend oder nach einer konventionellen Therapie)
Ich lege großen Wert auf begleitende Maßnahmen der Lebensführung (Ernährung, Sport, etc.). Ebenso halte ich es oft für hilfreich, begleitend andere Therapieformen mit einzubeziehen (Psychotherapie, Familienaufstellung, Osteopathie, Osteobalance, Physiotherapie, Phytotherapie usw.).
Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, arbeitete ab 1790 nach dem Ähnlichkeitsgesetz. Er und seine Schüler prüften immer mehr Arzneimittel und verfeinerten das Potenzierungsverfahren. Dennoch musste er im Laufe der Jahre feststellen, dass bei langdauernder Behandlung trotz genauer Anwendung des Ähnlichkeitsgesetzes sich der Krankheitsverlauf der Patienten ungünstig entwickelte. Er selbst drückt das im ersten Band seiner „Chronischen Krankheiten“ so aus: Der Anfang war erfreulich, der Fortgang minder günstig, der Ausgang hoffnungslos.
Durch unermüdliches Forschen und Nachdenken entdeckte er schließlich, dass allen chronischen Krankheiten bestimmte ansteckende Krankheiten vorausgingen, die meistens durch äußere Maßnahmen vertrieben und unterdrückt worden waren oder von selbst verschwunden waren. Diese ansteckenden Krankheiten waren die Krätze, die Feigwarzenkrankheit mit dem Tripper, die Syphilis. Diese Erkrankungen waren zur damaligen Zeit in ihrem akuten Auftreten sehr häufig. Allerdings erkannte erst Hahnemann, dass es auch chronische Verläufe dieser Erkrankungen gibt, insbesondere dann, wenn die äußeren Erscheinungen durch Salben und Einreibungen zum Verschwinden gebracht und damit unterdrückt worden waren. Miasma bedeutet in etwa Ausdünstung oder Ansteckung, wobei dies sowohl im medizinischen als auch im übertragenen Sinne gemeint sein kann.
Hahnemann nannte die drei von ihm entdeckten Miasmen: Psora (Krätze Krankheit), Sykose (Feigwarzenkrankheit mit Gonorrhoe), Syphilis. Er stellte Symptomlisten dieser chronischen Miasmen zusammen und konnte durch viele Versuche bestimmten Arzneien diesen Miasmen zuordnen.
Schon Hahnemann ahnte, dass die Miasmen von den Eltern auf die Kinder übertragen werden konnten. Seine Schüler und spätere Nachfolger entwickelten daraus das Konzept der hereditären (vererbten) chronischen Krankheiten. Heutzutage haben wir es im Wesentlichen mit vererbten chronischen Krankheiten zu tun. In unserer Zeit kann man die Miasmen auch als Muster auf allen Ebenen verstehen, obwohl durchaus noch direkte Ansteckung der drei Miasmen zugrunde liegenden Erkrankungen gibt. Die miasmatische Homöopathie sucht gezielt nach den vererbten und aktuellen Hintergrundsbelastungen aus eigener Biographie und Familiengeschichte und bezieht diese ausdrücklich in die Arzneimittelauswahl mit ein. Dadurch wird versucht, diese Belastungen im Lauf der Zeit zu verringern, bzw. zu löschen. Die von mir angewandte Methodik geht letzten Endes auf Hahnemann und seine unmittelbaren Schüler zurück, sie wurde von Peter Gienow, einem zeitgenössischen homöopathischen Arzt, weitergeführt.
Die Homöopathie wurde vom deutschen Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann (1755-1843) entwickelt.
Unzufrieden mit der Medizin seiner Zeit, die vor allem in Aderlässen und Mischungen von zum Teil giftigen Substanzen bestand, entwickelte er eine Methode, Arzneien individuell und gezielt einzusetzen.
Er entdeckte durch viele Versuche, dass Arzneien, die nach dem Ähnlichkeitsgesetz eingesetzt werden, besser, gezielter und sanfter wirken. Dafür entwickelte er die sogenannte Arzneimittelprüfung, die darin besteht, dass Stoffe von gesunden Menschen eingenommen werden, bis sie Beschwerden bekommen, die dann notiert werden. Und genau die Beschwerden, die bei Gesunden durch die Arzneimittelprüfung hervorgerufen werden, können bei Kranken durch diese Arznei geheilt werden.
Heilungen nach dem Ähnlichkeitsgesetz gab es in der Geschichte durchaus immer wieder, allerdings war Hahnemann der erste, der dieses Gesetz systematisch erforschte und anwandte. Beispiele in der Geschichte sind in der Bibel 2. Buch Moses Kapitel 32 zu finden (die Geschichte vom goldenen Kalb), sowie die Heilung der Wunde des Achilles beim Kampf um Troja in der Ilias.
Hahnemann suchte auch nach einem Weg, Arzneistoffe auf eine ungefährliche und sanfte Art verabreichen zu können. Durch jahrelange Versuche entwickelte er das Verfahren der Potenzierung, welches in wiederholtem Verreiben, Verdünnen und Verschütteln von Substanzen besteht.
Bei den C-Potenzen, die in der Regel als Kügelchen (Globuli) verabreicht werden, besteht das Verdünnungsverhältnis 1:100, bei den flüssigen Q-Potenzen ist das Verdünnungsverhältnis 1:50000 je Potenzstufe.
Schließlich wird durch intensive mechanische Verarbeitung der Arzneistoffe die allen Substanzen innewohnende Information auf die Trägersubstanz übertragen.
Homöopathie ist eine Therapie des Individuums. Die Arzneiwahl geschieht nicht nach Diagnosen, sondern aufgrund der individuellen Besonderheiten jedes Kranken. Darum ist eine genaue Erforschung der Zustände und Erscheinungen der Beschwerden notwendig. Der Homöopath sucht dann die zum individuellen Kranksein – einschließlich biographischer Momente und des familiären Hintergrundes – insgesamt und ganzheitlich passende Arznei aus. Für ein Erstgespräch werden deshalb ein bis zwei Stunden veranschlagt.
Begleitende Maßnahmen wie Änderungen der Lebensordnung und der Ernährung unterstützen die Heilung.
